Steuererklärung für Selbstständige

Steuerersparnis und längere Abgabefristen durch sorgfältige Buchführung

7. Mai 2019

Seit dem Steuerjahr 2018 gilt der 31. Juli des Folgejahres als spätester Abgabetermin für die Steuererklärung von Selbstständigen. Beauftragen Sie einen Steuerberater damit, verlängert sich die Abgabefrist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres. Wenn Sie alle Ausgaben für Ihr Unternehmen sorgfältig dokumentieren, kann sich Ihre Steuererklärung für Sie lohnen.

Rechnungen immer aufbewahren

Heben Sie alle Ihre Belege auf, um sie dem Finanzamt bei Rückfragen vorlegen zu können. Auch kleine Beträge lassen sich in der Steuererklärung geltend machen. Bei Essen mit Geschäftspartnern können Selbstständige zum Beispiel bis zu 70 Prozent der Kosten absetzen – vorausgesetzt, die Quittungen sind korrekt ausgefüllt. Beruflich genutzte Anschaffungen zwischen 150 und 1.000 Euro können Sie als Sammelposten gleichmäßig über fünf Jahre abschreiben. Für Anschaffungen, die Sie ab dem 1. Januar 2018 tätigen, gilt eine erhöhte Wertuntergrenze von 250 Euro.

Auch die Grenze für Sofortabschreibungen wurde angehoben und liegt nun bei 800 Euro. Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die maximal 410 Euro kosten, lassen sich in einem Jahr vollumfänglich absetzen. Firmeninhabern steht zudem die Möglichkeit offen, Telefon- und Internetkosten als Betriebsausgaben anzugeben. Allerdings müssen Sie dazu private und berufliche Anschlüsse voneinander trennen.

Elektronische Übermittlung und Einnahmenüberschussrechnung

Unternehmen müssen ihre Einkommensteuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermitteln, sofern sie Gewinne erzielen. Das gilt auch für Selbstständige. Verdienen Letztere allerdings weniger als 17.500 Euro im Jahr, müssen sie zusätzlich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen. Diese Anlage ist der Steuererklärung beizulegen. Die EÜR soll Freiberuflern die Gewinnermittlung erleichtern. Denn hierbei erfolgt lediglich eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Dauerfristverlängerung bei Quartalsabgabe

Eine Dauerfristverlängerung verschafft Ihnen mehr Zeit, wenn Sie dazu verpflichtet sind, die Umsatzsteuervoranmeldung quartalsweise an das Finanzamt zu übermitteln. Diesen Antrag müssen Sie bis zum 10. April in elektronischer Form einreichen. Wird er genehmigt, können Sie die Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat später abgeben als gesetzlich vorgeschrieben. Die Fristverlängerung gilt für alle dem Antrag folgenden Umsatzsteuervoranmeldungen – vorausgesetzt, Sie rechnen die Umsatzsteuer vierteljährlich ab.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.

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