Unternehmensspende steuerlich absetzen

So sparen Sie Steuern und unterstützen gemeinnützige Organisationen

3. Dezember 2018

Gerade zu Weihnachten zeigen sich Unternehmen mit Geldspenden an gemeinnützige Organisationen großzügig. Das Finanzamt honoriert dies unter bestimmten Voraussetzungen durch steuerliche Erleichterungen.

Uneigennützige Spenden senken die Steuerlast

Nicht jede Spende ist steuerlich absetzbar. Es gelten bestimmte Vorgaben:

  • Die Organisation muss gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen.
  • Nur uneigennützige Spenden ohne Gegenleistung mindern die Steuerlast. Darunter fällt also kein Sponsoring.
  • Der Spender darf in keiner wirtschaftlichen Beziehung zum Begünstigten stehen.
     

Art der Steuerbegünstigung abhängig von Rechtsform

Je nach Rechtsform behandelt das Finanzamt Spenden unterschiedlich. Für Kapitalgesellschaften wie GmbH oder AG sind Spenden Betriebsausgaben. Die Beträge mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Bei Einzelunternehmen oder Personengesellschaften wie OHG oder GbR gelten diese Zuwendungen in der Regel als private Ausgaben des Unternehmers oder des Gesellschafters und dürfen nicht vom Gewinn abgezogen werden. Sie gehören als Sonderausgaben in die Einkommensteuererklärung. Spenden aus Betriebsmitteln können Sie hingegen in der Gewerbesteuererklärung geltend machen. So sinkt der Gewerbeertrag und infolgedessen auch die fällige Gewerbesteuer.

Höhe der abzugsfähigen Steuern gedeckelt

Unternehmen dürfen ihre Spenden nicht in beliebiger Höhe steuerlich absetzen. Zulässig sind pro Jahr höchstens 20 Prozent des Gesamtbetrags ihrer Einnahmen. Alternativ gilt die Grenze von vier Promille des Jahresumsatzes zuzüglich der Löhne und Gehälter. Überschreitet die Spendensumme die Deckelung, können Sie den Restbetrag im nächsten Kalenderjahr von der Steuer absetzen.

Spendenbescheinigung

Damit das Finanzamt die Spende akzeptiert, ist ein Nachweis erforderlich. Für Spenden bis 200 Euro genügt der Einzahlungsbeleg oder Kontoauszug der Bank. Bei einer Spendenhöhe über 200 Euro müssen Sie eine amtlich anerkannte Spendenquittung vorlegen. Eine solche Bescheinigung enthält den Namen des Spenders und die Höhe der Zahlung. Außerdem muss die Organisation darin nachweisen, dass sie gemeinnützig beziehungsweise vom Staat begünstigt ist. Bei Sachspenden darf der geschätzte Marktwert der Ware im Spendenbeleg nicht fehlen. Das Finanzamt möchte diese Schätzung nachvollziehen können. Deswegen sollten Sie auch den Neupreis, das Alter und den Zustand der Sachspende angeben.

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