Rente mit 63

Früher in den Ruhestand gehen

Bis 2027 wird das reguläre Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Für einige Versicherte ist der Ruhestand aber auch schon mit 63 Jahren möglich.

Voraussetzungen für die Rente mit 63 ohne Abschläge

Die Rente mit 63 ohne Abschläge wird langjährig Versicherten gewährt, die vor 1953 geboren wurden und mindestens 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Angerechnet werden auch Wehr- und Zivildienst sowie Erziehungszeit und Phasen, in denen die Versicherten Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld erhalten haben. Zusätzlich können beim Rentenantrag geringfügige Beschäftigungen teilweise berücksichtigt werden.

Vorruhestand mit Abschlägen

Für jeden Monat, den Arbeitnehmer vor Erreichen der Regelaltersrente in den Ruhestand gehen, wird ein Abschlag von 0,3 Prozent berechnet. Dieser Abschlag gilt lebenslang und entfällt nicht mit Eintritt der Regelrentenzeit. Durch zusätzliche Beitragszahlungen an die Rentenversicherung kann die Kürzung ausgeglichen werden. Für einige Berufsgruppen gelten Sonderregelungen. Altersteilzeit oder ein Lebensarbeitszeitkonto können Alternativen sein. Auf dem Lebensarbeitszeitkonto werden zum Beispiel Arbeitszeit oder Gehalt für eine spätere Freistellung von der Arbeit gespart. Immer mehr Arbeitgeber bieten solche Modelle an.

Länger arbeiten

Nicht nur eine frühe Rente ist attraktiv. Es kann sich auch lohnen, länger zu arbeiten. Denn hier winken Zuschläge. Arbeitnehmer, die nach dem Erreichen ihrer Regelaltersgrenze keine Rente beziehen, steigern ihren Rentenanspruch doppelt: einerseits durch die Zahlung weiterer Beiträge und zusätzlich durch einen monatlichen Ausgleichszuschlag von 0,5 Prozent.

Rente mit 60

Frauen, die vor 1952 geboren sind, dürfen unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Dafür müssen Sie mindestens 15 Jahre lang versichert gewesen sein und außerdem nach dem 40. Lebensjahr mindestens zehn Jahre lang Beiträge gezahlt haben. Zeiten für die Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen werden einbezogen. Die Rentenabschläge bei der vorzeitigen Altersrente betragen 0,3 Prozent für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbeginns – insgesamt aber höchstens 18 Prozent.

Einstieg in die Rente

Der Ruhestand ist für die meisten Rentner zunächst eine radikale Veränderung, denn der Alltag sieht nun ganz anders aus. Nicht jeder kann die freie Zeit direkt genießen. Gerade Ruheständler, die Spaß an ihrem Beruf hatten, vermissen die Kollegen und das Gefühl, gebraucht zu werden. Ein Ausgleich im Ruhestand kann zum Beispiel Sport im Verein oder ein Ehrenamt sein. Möglichkeiten des Engagements bieten etwa Bürgerinitiativen oder Kirchengemeinden.

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