Elternzeit

Berufliche Auszeit für das Kind nehmen

Wenn sich die Familie um ein Kind vergrößert, haben beide Elternteile Anspruch auf Elternzeit. Sowohl Mütter als auch Väter können diese bei Ihrem Arbeitgeber anmelden. So haben Sie die Möglichkeit, während der Elternzeit Ihr Kind selbst zu betreuen und dabei den Kontakt zum Unternehmen beizubehalten.

Wer hat Anspruch auf Elternzeit?

Bei der Elternzeit handelt es sich um eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines Kindes, die Sie bis zu dessen achten Lebensjahr nehmen können. Ob Voll- oder Teilzeitbeschäftigung: Berufstätige Mütter und Väter können von der Elternzeit profitieren. Auch Auszubildende, Adoptiveltern oder Pflegeeltern dürfen sich für bis zu 36 Monate von der Arbeit freistellen lassen. Bei Mehrlingsgeburten haben Sie Anspruch auf Elternzeit für jedes einzelne Kind.

Elternzeit zur richtigen Zeit beantragen

Sie müssen die Elternzeit mindestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn bei Ihrem Arbeitgeber beantragen. So hat der Arbeitgeber Zeit, Ihre Abwesenheit in die Planung einzukalkulieren. Väter, die unmittelbar nach der Geburt Elternzeit nehmen möchten, sind Verpflichtet, den Antrag sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einzureichen. Mütter müssen ihren Antrag hingegen erst eine Woche nach der Geburt des Kindes vorlegen. Denn für sie gilt nach der Entbindung in der Regel acht Wochen Mutterschutz.

Flexible Elternzeit – frühzeitig festlegen

Sie können die gesamte Elternzeit von bis zu drei Jahren in drei Zeitabschnitte aufteilen. Es besteht auch die Möglichkeit, 24 Monate der Elternzeit zwischen das dritte und achte Lebensjahr des Kindes zu legen. Dazu benötigen Sie keine Zustimmung mehr von Ihrem Arbeitgeber. Damit sich das Unternehmen aber frühzeitig darauf vorbereiten kann, beträgt die Anmeldefrist für die Elternzeit in diesem Fall 13 Wochen vor deren Beginn.

Arbeiten während der Elternzeit

Es bleibt Ihnen freigestellt, ob Sie während der Elternzeit arbeiten oder nicht. Hat das Unternehmen, bei dem Sie seit mindestens sechs Monaten beschäftigt sind, mehr als 15 Angestellte, dürfen Sie in Teilzeit arbeiten. Dabei gelten für mindestens zwei Monate eine Mindestarbeitszeit von 15 und eine Höchstzeit von 30 Wochenstunden. Sollte dem Arbeitgeber eine Teilzeitbeschäftigung nicht möglich sein, muss er Ihnen innerhalb bestimmter Fristen genaue Auskunft über die Gründe geben. Wenn bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes eine Teilzeitarbeit geplant ist, beträgt die Frist vier Wochen. Möchten Sie zwischen dem dritten Geburtstag und der Vollendung des achten Lebensjahres des Nachwuchses Teilzeit arbeiten? Dann kann Ihr Arbeitgeber innerhalb von acht Wochen nach Zugang des Antrags diesen noch ablehnen.

Wiedereinstieg in den Beruf

Mit dem Ende Ihrer Elternzeit können Sie wieder in den Beruf zurückkehren. Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf Ihren bisherigen Arbeitsplatz. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen aber eine ähnliche, gleichwertige Position anbieten. Qualifikation, Bezahlung und Arbeitszeit müssen dem entsprechen, was in Ihrem Arbeitsvertrag aufgeführt ist. Sie dürfen nach dem Wiedereinstieg in den Beruf nicht schlechter gestellt werden.