Steuerrückerstattung: Wie lange dauert es, bis der Steuerbescheid kommt?

Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Finanzamt

26. Februar 2020

Jedes Jahr müssen viele Steuerpflichtige die ungeliebte Steuererklärung einreichen. Wenn alle Formulare ausgefüllt sind und die Abgabe beim Finanzamt erfolgt ist, stellt sich die Frage: Rückzahlung oder Nachzahlung? Wie lange es dauert, bis Ihr Steuerbescheid kommt und Sie gegebenenfalls eine Steuerrückerstattung erhalten, erfahren Sie hier.

Bearbeitungszeit bis zur Steuerrückerstattung

Sie können Ihrem Steuerbescheid entnehmen, wie hoch Ihre Steuererstattung ausfallen wird beziehungsweise wie viel Steuern Sie nachzahlen müssen. Obwohl alle Finanzämter die gleiche Software einsetzen, gibt es bezüglich der Bearbeitungszeit erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Im Durchschnitt halten Sie Ihren Steuerbescheid nach acht Wochen in den Händen. Steuerzahler, die in Hamburg oder Berlin wohnen, können sich glücklich schätzen, denn sie warten meist nur wenig länger als einen Monat. Andere Finanzämter lassen sich schon mal über 80 Tage Zeit, also fast drei Monate. In der Regel überweist das Finanzamt die zu viel gezahlte Lohnsteuer oder andere Steuerrückerstattungen zeitgleich mit der Versendung des Einkommensteuerbescheids.

Hilft es, die Dokumente möglichst früh einzureichen?

Die Finanzbeamten bearbeiten die Einkommensteuererklärungen nach der Reihenfolge ihres Eingangs. Allerdings gilt das nur, wenn alle erforderlichen Daten vorliegen. Selbst wenn Sie bereits Anfang des Jahres alle obligatorischen Belege gesammelt haben, gilt das Gleiche nicht unbedingt für das Finanzamt. Denn es ist davon abhängig, wie schnell es beispielsweise die Beitragsdaten zur Altersvorsorge von der Versicherung oder notwendige Angaben vom Arbeitgeber erhält. Die Abgabefrist dafür ist Ende Februar.

So können Sie die Bearbeitungsdauer verkürzen

Falls sich Ihre Angaben mehr oder weniger mit denen der Vorjahre decken, erfolgen Erstellung und Versand Ihres Steuerbescheids automatisiert und damit schnell. Wenn es Abweichungen gibt und eine Nachforderung von Unterlagen nötig ist, verzögert sich der Bearbeitungsprozess. Deshalb sollten Sie Nachfragen zügig beantworten, um das Verfahren zu beschleunigen. Grundsätzlich gilt: Wer seine Steuererklärung elektronisch per Verwaltungssoftware Elster einreicht, kann mit einer schnelleren Bearbeitung rechnen.

Wie lange darf die Bearbeitung dauern?

Spätestens sechs Monate nachdem Sie Ihre Steuererklärung eingereicht haben, muss der Steuerbescheid vorliegen. Diese Frist verschiebt sich allerdings nach hinten, wenn die Beamten fehlende Belege oder Informationen anfordern müssen. Falls sich das Finanzamt nach einem halben Jahr nicht meldet, sollten Sie nachfragen. Wenn Sie dann der Meinung sind, dass die Wartezeit überdurchschnittlich lang ist, können Sie dagegen vorgehen. Legen Sie einen Untätigkeitseinspruch beim zuständigen Finanzamt ein. Nach weiteren sechs Monaten ohne Bescheid können Sie eine Untätigkeitsklage einreichen. Ab 15 Monaten Verzug stehen Ihnen sogar Zinsen zu, sofern Sie eine Steuerrückzahlung erhalten.

Rückzahlung erhalten – was nun?

Wenn die Warterei ein Ende hat und der Steuerbescheid im Briefkasten liegt, können Sie sich hoffentlich über eine Rückerstattung freuen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine einmalig erhaltene Summe sinnvoll anzulegen und so mit der Zeit Vermögen aufzubauen. Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank über Geldanlagen beraten. Sie möchten regelmäßig Geld zur Seite legen? Dann informieren Sie sich über unsere Sparprodukte.

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Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht) oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.