Abgabefrist für die Steuererklärung 2016

Was Sie beachten sollten

10. April 2017

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, hat jedes Jahr im Mai viel zu tun. Denn bis zum 31. Mai muss die Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben werden. Diese Abgabefrist verlängert sich jedoch in manchen Fällen. Hier finden Sie wichtigste Fristen und Informationen zum Thema. 

Abgabefristen für die Steuererklärung

Schon ab dem 1. Januar kann die Steuererklärung für das Vorjahr abgegeben werden. Viele lassen sich jedoch damit Zeit und müssen dann zum Ende der Frist aktiv werden. Wenn Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind und sie auch selbst machen, müssen Sie diese spätestens bis zum 31. Mai beim Finanzamt einreichen. In Ausnahmefällen – zum Beispiel bei Krankheit oder beruflichem Auslandsaufenthalt – ist eine Fristverlängerung bis zum 30. September möglich. Diese Verlängerung müssen Sie schriftlich begründet beim Finanzamt beantragen. Sollten Sie einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein mit Ihrer Steuererklärung beauftragt haben, verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis zum 31. Dezember.

Ab 2018 verlängert sich die Abgabefrist für die Steuererklärung. Diese muss dann bis zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt eingehen. Sollte ein Steuerberater Ihre Steuererklärung machen, hat dieser sogar bis zum 28/29. Februar des übernächsten Jahres Zeit.

Wer ist zur Abgabe verpflichtet?

Zur jährlichen Abgabe einer Steuererklärung sind Sie verpflichtet, wenn

  • Sie und Ihr Ehe- oder Lebenspartner Arbeitslohn bezogen haben und einer von Ihnen nach der Steuerklasse V, VI oder IV mit Faktor besteuert wurde,
  • Sie über Ihren Arbeitslohn hinaus zusätzliche Einkünfte hatten, die mehr als 410 Euro im Jahr betrugen und von denen keine Lohnsteuer einbehalten wurde,
  • Sie steuerfreie Lohnersatzleistungen (wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld I) über 410 Euro im Jahr bezogen haben,
  • Sie von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Lohn bezogen haben,
  • das Finanzamt einen Freibetrag ermittelt hat – zum Beispiel Kinderbetreuungskosten – und Ihr Arbeitslohn als Single oder Ehepaar zudem mehr als 11.000 Euro bzw. 20.900 Euro im Jahr beträgt,
  • Sie geschieden wurden und im gleichen Jahr wieder geheiratet haben.
     

Freiwillige Abgabe der Steuererklärung

Wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, müssen Sie dies auch nicht tun. Eine freiwillige Abgabe der Steuererklärung kann sich jedoch in vielen Fällen lohnen und zwar, wenn

  • Sie Sonderausgaben oder Werbungskosten haben,
  • Sie Geringverdiener sind und nebenbei eine zweite Berufsausbildung absolvieren,
  • Ihr jährliches Einkommen variiert,
  • Sie im Laufe des Jahres Ihre Steuerklasse geändert haben,
  • während eines Kalenderjahres Ihr Arbeitsverhältnis unterbrochen war,
  • Sie Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse wie Malerarbeiten geltend machen möchten.
     

Diese freiwillige Steuererklärung – die im Steuerrecht "Antragsveranlagung" genannt wird – können Sie auch rückwirkend für bis zu vier Jahre einreichen.

Elektronisch oder schriftlich

Sie können Ihre Steuererklärung auch elektronisch mit dem amtlichen Steuererklärungsprogramm ElsterFormular oder einem der kommerziellen Programme erstellen. Dies hat für beide Seiten Vorteile: Die Bearbeitung Ihrer Steuererklärung erfolgt für Sie schneller und beim Finanzamt entstehen keine Eingabefehler durch das manuelle Eintippen Ihrer Daten. Alternativ können Sie das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung nutzen. Dort steht Ihnen eine Vielzahl interaktiver Formulare zum Download zur Verfügung. Diese können Sie direkt am Computer ausfüllen oder aber ausdrucken, per Hand ausfüllen und danach per Post verschicken oder persönlich zum Finanzamt bringen. Ganz ohne Papier funktioniert die Steuererklärung mit elektronischer Authentifikation über das ElsterOnline-Portal.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.

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