Rentenauskunft prüfen

Ein lückenloser Versicherungsverlauf hat Einfluss auf die Rentenhöhe

24. Februar 2017

Lücken, falsche Daten oder sogar Zahlendreher in der Rentenauskunft können sich spürbar auf die Höhe der Rente auswirken. Gesetzlich Rentenversicherte sollten ihre Auskünfte daher immer sorgfältig prüfen und fehlende Unterlagen rechtzeitig nachreichen.

Rentenkonto

Um die Vollständigkeit der Unterlagen regelmäßig prüfen zu können, erhalten gesetzlich Rentenversicherte, die das 27. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens fünf Jahren ihre Beiträge zahlen, jährlich eine Renteninformation. Diese stellt lediglich eine Orientierung für die aktuell erreichten Rentenansprüche und Rentenhöhen dar. Nach dem 55. Lebensjahr erhalten die Versicherten alle drei Jahre eine Rentenauskunft, die detaillierte Informationen über das Rentenkonto beinhaltet. Zum Ende des Arbeitslebens wird dann ein Rentenbescheid über die endgültige Höhe der Rentenzahlungen erstellt.

Rentenkontenklärung

Nur die Zeiten, die in einem Rentenbescheid aufgelistet sind, entscheiden über die Höhe der ausgezahlten Rente. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, Lücken oder Unstimmigkeiten rechtzeitig zu prüfen und dem Rentenversicherungsträger eventuell fehlende Unterlagen nachzureichen. Dies sollte spätestens ab dem 55. Lebensjahr erfolgen, wenn die ausführliche Rentenauskunft vorliegt. Ein wesentlicher Vorteil der frühzeitigen Rentenkontenklärung: Im Leistungsfall verkürzt sich die Zeit vom Antrag beim Versicherungsträger bis zum endgültigen Rentenbescheid, da die Prüfung möglicher Lücken oder Zahlendreher entfällt.

Lückenloser Versicherungsverlauf

Für eine mögliche Rentenkontenklärung ist es sehr wichtig, dass Sie Unterlagen wie Schul-, Ausbildungs- und Berufsnachweise sowie Gehaltsunterlagen aufbewahren. Nur so lassen sich Lücken im Rentenkonto schließen und Geldverluste vermeiden. Auch die Prüfung möglicher Ausfallzeiten wie Schwangerschaft, Mutterschutz, Arbeitslosigkeit oder Krankheitszeiten sollte vorgenommen werden. Denn im Versicherungsverlauf muss jedes Zeitfenster vollständig sein. Auch Kindererziehungszeiten oder die Pflege von Angehörigen gehören auf das Rentenkonto.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Versicherungsträger oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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