Freistellungsaufträge prüfen

Was Sie alles über Freistellungsaufträge wissen sollten

28. Dezember 2016

Guthabenzinsen bis zu einem bestimmten Freibetrag sind steuerfrei. Um davon richtig profitieren zu können, müssen Sie Ihren Freistellungsauftrag regelmäßig prüfen. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier.

Achten Sie auf den Sparerpauschbetrag

Mit einem Freistellungsauftrag sichern Sie sich die Auszahlung von Kapitalerträgen wie zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen von Fonds ohne Abzug von Abgeltungssteuer. Dabei dürfen die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag nicht übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 801 Euro und für Ehepaare 1.602 Euro. Wichtig: Solange Sie keinen Freistellungsauftrag an Ihr Kreditinstitut gestellt haben, führt dieses automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer an das Finanzamt ab – auch wenn Sie die Grenze für den Sparerpauschbetrag nicht überschreiten.

Behalten Sie den Überblick über Ihre Freistellungsaufträge

In der Regel können Sie pro Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag für alle Konten einreichen. Gerade aufgrund dieser Aufteilungsmöglichkeit auf mehrere Kreditinstitute ist es jedoch sehr wichtig, den Überblick über alle Aufträge zu behalten und so den Sparerpauschbetrag nicht zu überschreiten. Sollte ein Freistellungsauftrag bei einem Kreditinstitut geändert oder ein neuer abgeschlossen werden, muss eventuell ein anderer Auftrag kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Freistellungsauftrag einreichen – bis wann und wo?

Einen Freistellungsauftrag reichen Sie unterschrieben bei Ihrem Kreditinstitut ein. Er gilt immer ab dem 1. Januar und zwar für das Jahr, in dem er eingereicht wurde. Sollten Sie einen unbefristeten Auftrag erteilen, achten Sie auf eventuelle künftige Entwicklungen wie zum Beispiel Einkommensänderungen. Zudem ist seit dem 1. Januar 2016 für alle Freistellungsaufträge die Angabe der Steueridentifikationsnummer Pflicht. Den Auftrag können Sie nur zum 31. Dezember kündigen. Vor Beginn und während des jeweiligen Jahres können Sie den Freistellungsauftrag ändern – dies gilt jedoch nicht für die zurückliegenden Jahre.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Ihren Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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