Versicherungen für den Schulweg

Wer haftet im Falle eines Unfalls?

29. Juli 2016

Schon vom ersten Schultag an haben Schulkinder auf dem Weg von und zur Schule oder im Unterricht gesetzlichen Versicherungsschutz. Doch dieser Schutz deckt nicht alle Eventualitäten ab. Mit diesen Versicherungen für den Schulweg schließen Sie die Lücken.   

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Schulglocke läutet für das Unterrichtsende und sofort sprinten die Kinder los. Jetzt geht es nach Hause. Doch der Schulweg kann Gefahren bergen. Gut, dass die Kinder über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind. Diese übernimmt die Arzt-, Krankheits- und Krankenhauskosten sowie Reha-Maßnahmen und Rentenzahlungen im Falle einer Invalidität. Ob das Kind mit einem Fahrrad, Roller oder zu Fuß unterwegs ist, spielt dabei keine Rolle. Bei einem Unfall während der Fahrt mit dem Schulbus haftet das private Busunternehmen. Der gesetzliche Versicherungsschutz umfasst sowohl die Wege von zu Hause zur Schule und zurück als auch schulische Veranstaltungen wie Klassenfahrten, Wanderungen oder den Weg zur Hausaufgabenbetreuung.     

Umfassende Absicherung mit der privaten Unfallversicherung

Mit der gesetzlichen Unfallversicherung ist jedoch nicht jeder Unfall versichert. Wird auf dem Schulweg ein Umweg oder Abstecher gemacht, zum Beispiel um am Kiosk etwas zu kaufen, gilt der gesetzliche Versicherungsschutz nicht mehr. Deshalb ist es ratsam, eine private Unfallversicherung für das Kind abzuschließen. Diese Versicherung deckt Unfälle, die im Verkehr, Haushalt und Garten, bei Spiel und Sport passieren. Zudem zahlt die private Unfallversicherung Geldleistungen schon ab 1 Prozent Invaliditätsgrad. Die gesetzliche Unfallversicherung greift erst, wenn ein Unfall eine 20-prozentige gesundheitliche Einschränkung verursacht. 

Private Haftpflichtversicherung für die ganze Familie

Doch was, wenn das Schulkind Unfallverursacher ist? Mit dem Roller oder Fahrrad kann schnell ein Fahrzeug beschädigt werden. Wer haftet in diesem Fall? Wenn das Kind jünger als 10 Jahre ist, kann es für Schäden nicht haftbar gemacht werden. Auch die Eltern müssen in diesem Fall nicht zahlen. Wichtig dabei ist, dass die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Die Aufsichtspflicht gilt als erfüllt, wenn die Eltern einmal das Kind auf dem Schulweg begleitet und auch auf die Gefahren hingewiesen haben. Ist das Schulkind jedoch älter als 10 Jahre, müssen die Eltern für die Schäden zahlen. Deshalb ist es empfehlenswert, eine private Haftpflichtversicherung für die ganze Familie abzuschließen. Diese deckt Personen-, Sach- sowie Vermögensschäden ab.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Berater bei Ihrer Bank, Ihren Versicherer oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort zu Versicherungen für den Schulweg beraten.

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