Kontoauszug prüfen

Irrtümliche oder unberechtigte Buchungen rechtzeitig entdecken und stornieren

7. Februar 2019

Ihr Kontoauszug gibt einen detaillierten Überblick über sämtliche Kontobewegungen. Wenn Sie regelmäßig Ihren Kontoauszug prüfen, können Sie falsche oder sogar unberechtigte Buchungen rechtzeitig entdecken und fristgerecht stornieren.

Lastschrift-Widerspruch am besten sofort erledigen

Die Handy- oder Stromrechnung per Einzugsermächtigung zu begleichen ist einfach und bequem. In der Regel laufen diese SEPA-Lastschriftverfahren unproblematisch. Um sicherzugehen, dass alle Abbuchungen von Ihrem Konto korrekt sind, sollten Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig prüfen. Melden Sie unberechtigte Abbuchungen sofort Ihrer Bank. Sie kann das Geld wieder zurückbuchen. Die Widerspruchsfrist beträgt für alle Lastschriften acht Wochen, auch für die, die Sie vorher bewilligt haben. Bei einer Stornierung müssen Sie während dieser Frist keine Gründe angeben.

Innerhalb von 13 Monaten reagieren

Nach der Frist von acht Wochen wird es schwieriger, Geld zurückzufordern. Sie müssen dann konkret auf den Fehler des Abbuchenden hinweisen, zum Beispiel wenn der Zahlungsvorgang fehlerhaft ist oder wenn dieser von Ihnen überhaupt nicht autorisiert wurde. In diesen Fällen haben Sie für den Widerspruch 13 Monate Zeit.

Fehlgeleitete Gutschriften zu Ihren Gunsten zurückzahlen

Bei Gutschriften, die irrtümlich auf Ihrem Konto landen, sollten Sie sich nicht zu früh freuen und das Geld ausgeben. Wenn der Absender zum Beispiel einen Zahlendreher in die Überweisung schreibt oder Kundendaten verwechselt, heißt das nicht, dass Ihnen das Geld zusteht. Folglich müssen Sie es zurückzahlen.

Abgleich von Kontoauszug und Zahlungsbeleg

Wenn Sie mit Ihrer girocard oder Kreditkarte zahlen, erhalten Sie immer einen Zahlungsbeleg. Darauf stehen die Kontonummer, Informationen zum Empfänger, zu den Kartendaten und dem Betrag, der von Ihrem Konto abgebucht wurde. Gleichen Sie diese Belege mit Ihren Kontobewegungen ab. So können Sie Abbuchungen leichter nachvollziehen. Bei einer Warenrückgabe im Einzelhandel hilft Ihnen der Beleg dabei, die Rückzahlung auf Ihr Konto zu überprüfen.

Kontoauszüge aufbewahren

Für Privatpersonen besteht keine Pflicht, Kontoauszüge aufzubewahren. Jedoch gelten Ausnahmen. Wenn Sie beispielsweise nachweisen wollen, dass Sie eine Rechnung bezahlt haben, sollten Sie den Kontoauszug drei Jahre aufbewahren. So lange gilt die Verjährungsfrist für Alltagsgeschäfte. Kontoauszüge oder Zahlungsbelege für Leistungen bei Renovierungs- oder Handwerkerarbeiten rund um das Gebäude und Grundstück müssen zwei Jahre aufbewahrt werden.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Behörden nicht ersetzen.

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