Was ändert sich 2022?

Gesetzliche Änderungen zum Jahreswechsel

3. August 2022

Am 1. Januar 2022 treten diverse gesetzliche Änderungen in Kraft. Diese können sich auch in Ihrem Portemonnaie bemerkbar machen. Auf die folgenden Änderungen in den Bereichen Mindestlohn, Ausbildungsvergütung und Steuern können Sie sich einstellen.

Mindestlohn

Alle Arbeitnehmer, die nach gesetzlichem Mindestlohn bezahlt werden, bekommen eine Lohnerhöhung. Denn ab Januar 2022 steigt der Mindestlohn von bisher 9,60 Euro auf 9,82 Euro pro Stunde. Ab Juli ist eine weitere Steigerung auf 10,45 Euro vorgesehen. Die neue Bundesregierung will zügig auf 12 Euro erhöhen – eventuell bereits zum 1. Juli 2022. Der Mindestlohn gilt nicht nur für regulär Angestellte, sondern auch für arbeitende Rentner, Minijobber und Saisonarbeiter. Selbstständige, Auszubildende und Praktikanten haben keinen Anspruch auf Mindestlohn.

Mindestvergütung für Auszubildende

Die Vergütung für alle Auszubildenden, die einen Vertrag ohne Tarifbindung haben, wird erhöht. Voraussetzung dafür ist, dass die Azubis nach dem 1. Januar 2020 mit ihrer Ausbildung begonnen haben. Im ersten Ausbildungsjahr steigt die monatliche Vergütung von 550 Euro um 35 Euro auf 585 Euro. Im zweiten Ausbildungsjahr wird die monatliche Vergütung 18 Prozent mehr als im ersten Ausbildungsjahr betragen. Im dritten Ausbildungsjahr schließlich können sich Azubis über eine Steigerung von 35 Prozent monatlich im Vergleich zum ersten Ausbildungsjahr freuen. Wer vier Jahre in Ausbildung ist, bekommt im letzten Jahr als Mindestvergütung monatlich 40 Prozent mehr als im ersten Ausbildungsjahr.

Steuerfreibetrag wird angehoben

Der Grundfreibetrag steigt im Jahr 2022 von bisher 9.696 Euro auf 10.347 Euro. Das heißt, bis zu dieser Summe bleibt Ihr Einkommen steuerfrei. Bei Zusammenveranlagten bleibt der doppelte Betrag unbesteuert. Verheiratete zum Beispiel zahlen also erst ab einem Einkommen von über 20.694 Euro Steuern.

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Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Lohnsteuerhilfeverein, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.