Versicherungen im Studium und in der Ausbildung

Richtig versichert als Student und Azubi

7. Juli 2017

An welche Versicherungen müssen Sie während Studium und Ausbildung denken? Welche sind noch über die Eltern abgedeckt? Passen Sie Ihren Versicherungsschutz an Ihren neuen Lebensabschnitt an. Wir haben die wichtigsten Versicherungen für Sie zusammengetragen.

Über die Eltern versichert

Viele Versicherungen laufen noch über die Eltern. Studierende und Auszubildende haben bis zum vollendeten 25. Lebensjahr daher oft einen beitragsfreien Krankenversicherungsanspruch. Wenn Sie die Schul- oder Hochschulausbildung unterbrechen, um ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, verlängert sich die Familienversicherung. Dies gilt über das 25. Lebensjahr hinaus höchstens für zwölf Monate. Wer familienversichert ist, darf eine bestimmte Verdienstgrenze nicht überschreiten, sonst greift die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse.

Freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft

Nach dem 25. Lebensjahr werden Studierende, die an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen eingeschrieben sind, kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Sie müssen dann eine studentische Krankenversicherung abschließen. Diese endet mit Abschluss des 14. Fachsemesters oder nach Vollendung des 30. Lebensjahres. Danach können sie sich freiwillig gesetzlich weiterversichern. Für maximal sechs Monate gibt es dann einen günstigeren Examenstarif.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Für Studenten und junge Arbeitnehmer ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung von Vorteil. Denn auch junge Menschen können bereits durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall berufsunfähig werden. Wer in jungen Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt einen vergleichsweise niedrigen Beitrag.

Unfallversicherung

Studierende an Hochschulen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung beitragsfrei versichert. Der Schutz ist allerdings auf die Hochschule beschränkt. So gilt er zum Beispiel für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Exkursionen, für den Besuch der Bibliothek sowie für den Weg zur Hochschule. Wer jedoch ein Praktikum macht oder neben dem Studium arbeitet, ist in der Regel über den Arbeitgeber unfallversichert.

Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung schützt vor unerwarteten Schadenersatzansprüchen. Studierende und Auszubildende sind in der Regel über die Eltern versichert, sofern diese eine Privathaftpflichtversicherung haben. Der Schutz besteht für volljährige unverheiratete Kinder, die in der Erstausbildung sind. Nach Ende dieser Ausbildung benötigt der Nachwuchs dann eine eigene private Haftpflichtversicherung.

Hausratversicherung

Studierende und Auszubildende sind auch hier in der Regel über die Hausratversicherung ihrer Eltern abgesichert, wenn sie keinen eigenen Hausstand haben, also nur ein Zimmer im Wohnheim oder in einer WG bewohnen. Ob aber im konkreten Fall der Hausrat über diesen Vertrag versichert ist, sollte auf jeden Fall rechtzeitig geklärt werden. Zu beachten ist auch, dass das Gemeinschaftsgut einer WG nicht versichert ist. Zudem ist eine eigene Versicherung abzuschließen, wenn im Studium ein eigener Hausstand gegründet wird.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung bei Ihrer Bank oder dem Versicherer nicht ersetzen. 

Mehr zu den Versicherungen im Studium und in der Ausbildung erfahren Sie bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank.

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