Sterne des Sports

HC Treia/Jübek gewinnt schleswig-holsteinisches Landesfinale

Der „Große Stern des Sports“ in Silber geht in diesem Jahr an den HC Treia/Jübek e. V.
Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen und Vertreter der schleswig-holsteinischen Volksbanken Raiffeisenbanken zeichneten den Handballclub am Donnerstagabend im Kieler „Haus des Sports“ für seine Verdienste um die Sportförderung für Kinder aus.

Ganze 56 schleswig-holsteinische Vereine aus allen Teilen des Landes hatten in diesem Jahr bei Deutschlands größtem und wichtigstem Vereinswettbewerb im Breitensport mitgemacht – neun davon schafften es bis ins Landesfinale. Der HC Treia/Jübek e. V. konnte die Jury mit seinem Projekt „Die Grundschulliga – Bewegung und Prävention mit Handballspaß“ überzeugen und gewann als schleswig-holsteinischer Landessieger den „Großen Stern des Sports“ in Silber sowie ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Beim HC Treia/Jübek e. V. können alle Kinder des Amtes Arensharde kostenlos an der sogenannten Grundschulliga teilnehmen – dabei werden an vier Wochenenden bis zu 100 Kinder spielerisch trainiert und so an den Vereinssport herangeführt. Darüber hinaus organisiert der Verein wöchentliche Handball-AGs an Grundschulen und bietet im „Minibereich“ wöchentliche Trainings für Kinder bis sieben Jahre an. Im Vordergrund stehen Prävention, Bewegung, Spiel und Spaß.

Auszeichnungen für vorbildliche Vereinsarbeit

Der mit 1.500 Euro dotierte zweite Platz beim diesjährigen Wettbewerb ging an den TSV Nordhastedt e. V., der sich mit seinem Projekt „TSV Nordhastedt Jugendausschuss“ beworben hatte. Der 2022 gegründete Jugendausschuss sorgt für ein breites Sport- und Freizeitangebot und ermöglicht den Kindern und Jugendlichen des Vereins und des Dorfes die Teilnahme an regelmäßigen Aktionen.

Auf dem mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz landete in diesem Jahr der auf Fehmarn ansässige Verein zur Förderung von Mobilität & Vielfalt e. V., der mit seinem Projekt „Mobilität & Vielfalt durch Sport - Gemeinsam mehr erreichen!“ am Wettbewerb teilgenommen hatte. Im Fokus stehen Inklusion und Integration: Jeder Mensch soll sich mithilfe des VMV sportlich betätigen können, unabhängig von Ethnie, Herkunft, Religion, Geschlecht oder Handicaps.

Sechs weitere Vereine teilen sich den vierten Platz und können sich über ein Preisgeld von jeweils 500 Euro freuen. Dazu zählt der TSV Westerland/Sylt e. V., der im Rahmen seines Projekts „Sport für Menschen mit Behinderung“ ein erfolgreiches inklusives Angebot mit Hallensport, Fitness-Parcours und Schwimmtrainings geschaffen hat. Auch bei der Hanse Keeperacademy Lübeck e. V. wird Inklusion großgeschrieben. Der Verein wurde bei den „Sternen des Sports“ ausgezeichnet, weil er einen Jugendlichen trotz Handamputation in das Torwarttraining integrierte und ihm nun sogar eine Trainerausbildung ermöglichen möchte.

Der TSV Mildstedt von 1964 e. V. hatte es mit seinem Projekt „Sportspaß für alle Generationen: Gemeinsam fit für JUNG & ALT“ ins Landesfinale geschafft. Im Rahmen des Programms werden Zweier-Teams aus einem Kind und einem Erwachsenen gebildet, die sich gemeinsam ihre Sportaktivitäten aussuchen und durchführen. Ebenfalls auf Platz 4 landete der Elmshorner Ruder-Club von 1909 e. V. mit seinem Projekt „Erfolgreiche Talent- und Mitgliederfindung an Elmshorner Schulen“. An vier Aktionstagen wurde rund 600 Schülern der Rudersport nähergebracht, wodurch der Verein 20 neue Mitglieder gewinnen konnte.

Der TSV Seestermüher Marsch von 1924 e. V. gewann den silbernen Stern für das Projekt „Mein Dorf! Mein Verein! Meine Freizeit!“ Der Verein organisiert jedes Jahr zahlreiche Aktionen wie z. B. Ausflüge und schafft so ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche. Die DLRG Ortsgruppe Bargteheide e. V. wurde für ihr Projekt „Lebensretter von morgen: Lifesavingcamp und Jugend-Wasserrettungsgruppe“ geehrt und landete ebenfalls auf dem vierten Platz im Landesfinale. Über das Schwimmtraining hinaus lernen die jugendlichen Mitglieder des Vereins dabei in Freigewässern Erste Hilfe und Wasserrettung – neben der inhaltlichen Ausbildung stehen die Stärkung der Gemeinschaft und der gemeinsame Spaß im Vordergrund.

Landessieger tritt am 29. Januar 2024 im Bundesfinale an

Auf den HC Treia/Jübek e. V. wartet nun das Finale in Berlin: Mit dem Sieg auf der
Landesebene haben sich die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins für das bundesweite Finale der „Sterne des Sports“ qualifiziert, das am 29. Januar 2024 in der Hauptstadt stattfinden soll. Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Volksbanken Raiffeisenbanken wurden die „Sterne des Sports“ in diesem Jahr bereits zum 20. Mal vergeben. Auf gleich drei Wettbewerbsebenen (Bronze, Silber und Gold) soll mit der Auszeichnung die soziale Bedeutung der Sportvereine für unsere Gesellschaft hervorgehoben werden.

Wettbewerbszeitraum 2024: Bewerbungen ab sofort möglich

Haben Sie mit Ihrem Sportverein auch ein spannendes und innovatives Engagement auf den Weg gebracht? Dann reichen Sie schon jetzt online unter viele-schaffen-mehr.de/sterne-des-sports Ihre Bewerbung für die Wettbewerbsrunde 2024 ein, um sich die Chance auf Auszeichnungen und Preisgelder zu sichern.

Die "Sterne des Sports" sind die bedeutendste deutsche Ehrung für Sportvereine. Sie leuchten seit mittlerweile über 20 Jahren für die Werte, die die ehrenamtlich Engagierten in den Vereinen vorleben: Neben der Freude an Bewegung und Leistungsbereitschaft sind dies beispielsweise Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung und Gemeinschaftssinn, Gesundheit und Prävention, Inklusion und Integration oder Klimaschutz.

Mitmachen können alle Sportvereine, die unter dem Dach des DOSB organisiert sind, also in einem Landessportverband, in einem Spitzenverband oder einem Sportverband mit besonderen Aufgaben. Bei den „Sternen des Sports“ geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um Werte wie Fairness, Toleranz und Verantwortung – im Mittelpunkt stehen das gesellschaftliche Engagement der Sportvereine und der Verdienst ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.