Überraschende Erfolgsgeschichten

Warum es sich lohnt, nie aufzugeben

Harry Potter wollte lange kein Verlag drucken. Auch Star Wars wollte keine Produktionsfirma drehen. Überraschende Erfolgsgeschichten, die beweisen, dass sich der lange Weg manchmal lohnt.

"Was für ein Quatsch!"

"Möge die Macht mit dir sein!" – "So redet doch keiner", beschwerte sich Harrison Ford damals. Andere Regisseure wie Francis Ford Coppola meinten sogar: "Was für ein Quatsch!" Denn an Star Wars glaubte am Anfang niemand. Regisseur George Lucas redete sich den Mund fusselig, um Geldgeber zu finden. Schließlich erbarmten sich die 20th Century Fox Studios. Hauptgrund: George Lucas verzichtete auf seine Gage. Er wollte nur die Rechte für das Logo, die Musik und die Vermarktung. Heute ist er mehrfacher Milliardär. Der Film spielte 800 Millionen Dollar ein und wurde mit sechs Oscars ausgezeichnet.

Sensationelle Dänen

Eigentlich waren die Dänen bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 nur die "Nachrücker-Mannschaft". Die Mannschaft des ehemaligen Länderzusammenschlusses Jugoslawien wurde aufgrund des beginnenden Krieges auf der Balkanhalbinsel nämlich zehn Tage vor Beginn des Turniers ausgeschlossen. Dänemark durfte deshalb als Zweitplatzierter seiner Qualifikationsgruppe an der EM teilnehmen. Und womit niemand rechnete: Die Dänen schlugen sich erfolgreich durch die Spiele, landeten schließlich im Finale gegen Deutschland und gewannen sensationell mit 2:0.

Harry Potter und Sozialhilfe

Kein Mensch würde heute Harry Potter kennen, wäre Joanne K. Rowling nicht so ausdauernd gewesen. Elf Verlagen bot die Autorin ihr erstes Buch an – alle lehnten ab. Sie hatte fünf Jahre daran geschrieben und währenddessen als alleinerziehende Mutter von Sozialhilfe gelebt. 1995 war sie fertig. Erst zwei Jahre später druckte der Verlag Bloomsbury Publishing dann doch 500 Exemplare. Übrigens mit dem Kürzel J. K. Rowling, weil man befürchtete, das Fantasy-Buch einer Frau würde nicht so gut laufen. Drei Tage danach kaufte ein amerikanischer Verlag die Rechte für 100.000 Dollar. Heute ist die Autorin eine der reichsten Frauen Großbritanniens.

Wer braucht schon ein Telefon?

Am Anfang wollte niemand telefonieren. Der Erfinder Alexander Graham Bell hatte 1876 ein Gerät entwickelt, mit dem man Gespräche übertragen konnte. Doch niemand fand das so richtig aufregend. Selbst auf der Weltausstellung in Philadelphia interessierte sich kaum jemand für Bells bahnbrechende Erfindung. Doch ein Jahr später richtete sich ein Geschäftsmann eine Telefonverbindung zwischen seinem Haus und seinem Geschäft ein. Von da an ging es Schlag auf Schlag und Bell konnte bald von seiner Erfindung leben.

Sieben Jahre Wartezeit

Bevor Kolumbus nach Indien segelte, bettelte er sieben Jahre um Geld für seine Expedition – erst am portugiesischen Hof, dann am spanischen. Ohne Erfolg. Kolumbus wollte daraufhin enttäuscht nach Frankreich. Da entschied sich die spanische Königin kurzerhand um und ließ Kolumbus von einem Eilboten zurückholen: Kolumbus machte sich auf den Seeweg nach Indien und entdeckte dabei aus Versehen Amerika.

Über das Scheitern

Scheitern macht keinen Spaß. Aber wer nie auf Irrwege gerät, der kann auch nicht lernen, Wege von Irrwegen zu unterscheiden. Der findet nie eine unerwartete Abzweigung. Der erkennt nicht, dass Irrwege uns vielleicht manchmal dabei helfen, unsere Richtung zu überdenken. Misserfolge sind nie schön, aber immer lehrreich.

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