Einen Lebenslauf erstellen

Was Sie bei der Zusammenfassung Ihrer Laufbahn berücksichtigen sollten

Kurz, aussagekräftig, formgerecht, aber individuell – so soll der Lebenslauf sein. Neben dem Bewerbungsgespräch ist er die Eintrittskarte für einen Job.

Das muss in den Lebenslauf

Berufliche Stationen: Erläutern Sie jeweils mit drei bis fünf Stichpunkten knapp, aber präzise Ihre wichtigsten Erfahrungen, Aufgaben und Kompetenzen. Je länger eine Stelle zurückliegt, desto knapper fällt die Beschreibung aus. Schulabschlüsse: Erwähnen Sie lediglich den höchsten Schul- sowie Hochschulabschluss. Fremdsprachenkenntnisse: Führen Sie die Fremdsprachen, die Sie gelernt haben kurz und knapp auf und geben Sie gegebenenfalls anerkannte Sprachzertifikate an.

Das ist formal gefragt

Tabellarischer Aufbau: Nennen Sie die letzte berufliche Station zuerst (rückwärts chronologisch). Der Lebenslauf sollte nicht länger als zwei Seiten sein. Arbeiten Sie mit gängigen Schriftarten wie Times New Roman oder Arial und einer Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkten. Insgesamt gilt: Eine schlichte und übersichtliche Darstellung der Schlüsselkompetenzen erleichtert dem Personaler seine Arbeit und fällt positiv auf.

Das kann rein

Spätestens seitdem das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Arbeitgebern gesetzlich verbietet, anhand von Kriterien wie Staatsangehörigkeit, Beruf der Eltern oder Anzahl der Geschwister zu selektieren, sind solche Angaben überholt und müssen nicht mehr genannt werden. Ein Foto muss laut AGG nicht mehr beiliegen, ist aber immer noch üblich und sollte von einem professionellen Fotografen gemacht sein. Informationen über Parteizugehörigkeit oder Konfession sind nur dann sinnvoll, wenn man sich in entsprechenden Bereichen bewirbt. Das gilt auch für Hobbys. Diese sollten Sie nur dann angeben, wenn sie Bezug zu den im Job erwarteten Anforderungen haben.

Das können Sie noch aufführen

Sollten Sie sich sozial engagieren, können Sie darauf eingehen, wenn es wirklich einen "Mehrwert" für den Personaler bietet, zum Beispiel bei der Bewerbung im sozialen Bereich oder bei einer kirchlichen Einrichtung. Bei Reisen gilt: Dauerten sie länger als zwei Monate, können Sie sie erwähnen. Fortbildungen werten Ihre Bewerbung zudem auf. Wenn Sie Sprachkurse, Weiterbildungen oder einen Freiwilligendienst absolviert haben, können Sie dies auch gerne auflisten – aber nur, wenn sie sich auch belegen lassen. Eine Unterschrift unter Ihrem Lebenslauf verleiht allem eine persönliche Note.

Das sollten Sie vermeiden

Keine reine Aufzählung: Bleiben Stationen einer Laufbahn unkommentiert, verpassen Sie die Chance, dem Lebenslauf einen roten Faden zu verleihen. Denn dieser dient nicht der bloßen Aufzählung bisheriger Leistungen und Stationen. Vielmehr bietet er eine Plattform, um Schwerpunkte zu setzen und so auf berufliche Kompetenzen hinzuweisen. So sollte man bei der Auflistung von Praktika und Nebenjobs darauf achten, sie nur dann anzugeben, wenn sie zur Position passen, um die man sich bewirbt.

Nicht zu dick auftragen

Wer zum Beispiel bei den Sprachkenntnissen übertreibt, kann bereits im Vorstellungsgespräch enttarnt werden. Fehlende Praxis oder mangelhaftes Know-how zeigen sich spätestens im Berufsalltag. Achten Sie auch darauf, keine Standardbewerbung zu verschicken. Nichts ärgert den Personaler mehr als unpersönliche Standardbewerbungen. Daher sollte der Lebenslauf bei jeder Bewerbung auf das jeweilige Anforderungsprofil zugeschnitten sein.

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