Stimmung im Mittelstand verschlechtert sich

Geschäftserwartungen brechen wegen internationaler Krisen ein

29. Dezember 2014

Internationale Krisen verschlechtern die Stimmung im Mittelstand. Aktuell dürften die Ukraine-Krise und die Sanktionen gegen Russland dafür verantwortlich sein. Das zeigt die Studie "Mittelstand im Mittepunkt" vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Kooperation mit der DZ BANK und der WGZ BANK.

Auslandsengagement bleibt bedeutend

Mehr als ein Viertel der Mittelständler sind vom Ukraine-Konflikt betroffen. So verwundert es nicht, dass die Geschäftserwartungen nach einem Allzeithoch im Frühjahr eingebrochen sind. Doch trotz der internationalen Krisen beurteilen die mittelständischen Unternehmen ihr Auslandsgeschäft weiterhin als bedeutend. Das drückt sich darin aus, dass ihr Engagement im Ausland im Vergleich zum Frühjahr nicht nachgelassen hat.

Positive Personalplanung trotz Stimmungstief

Obwohl der Blick in die Zukunft getrübt ist, hält der Mittelstand an seiner expansiven Personalplanung fest. Jedes dritte Unternehmen plant, in den nächsten sechs Monaten Personal einzustellen. Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der WGZ BANK, sagt dazu: "Der Mittelstand bleibt eine stabile Säule für den deutschen Arbeitsmarkt. Ein Grund für die expansive Personalplanung dürfte der anhaltende Facharbeitermangel sein. Die Unternehmen sind nicht nur bestrebt, ihre eigenen Mitarbeiter zu halten, sondern weiterhin auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften."

Hohe Bilanzqualität mit Eigenkapitalquoten

Die mittelständischen Unternehmen sind sehr gut kapitalisiert und damit in den letzten Jahren krisensicherer geworden. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der VR Bilanzanalyse: Die Eigenkapitalquoten im Mittelstand sind nach der letzten Erhebung erneut gestiegen. "Die hohe Eigenkapitalquote ist Ausdruck der nachhaltigen wirtschaftlichen Stärke des deutschen Mittelstands, aber auch als Spiegelbild für die weiterhin verhaltene Investitionstätigkeit zu sehen", erläutert BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin. "Hier ist nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik gefordert, durch bessere Rahmenbedingungen ein günstigeres Klima für Investitionen zu schaffen", so Martin weiter.

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