Gesetzliche Änderungen für Unternehmer

Das ändert sich 2018 für Sie

30. November 2017

Im Jahr 2018 ergeben sich gesetzliche Änderungen für Unternehmer. Bei der arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente sowie dem Mindestlohn sollten Sie einige Neuerungen beachten. Außerdem tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung nächstes Jahr in Kraft.

Staatliche Förderung bei Betriebsrente

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz soll mit Beginn des neuen Jahres vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen den Auf- beziehungsweise Ausbau einer arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente fördern. Firmen profitieren ab 2018 von einer steuerlichen Förderung. Diese beträgt 30 Prozent des gezahlten Rentenbeitrags für geringverdienende Mitarbeiter, die ein Bruttogehalt von maximal 2.200 Euro beziehen. Voraussetzung ist, dass Unternehmen auch Geringverdienern eine Direktversicherung anbieten und in diese jährlich zwischen 240 und 480 Euro einzahlen. Die Förderung wird mit der Lohnsteuer verrechnet.

Mindestlohn ohne Ausnahmen

Die Übergangsfrist zur Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland endet dieses Jahr. Ab dem 1. Januar 2018 gilt der Mindestlohn für alle Branchen – ohne Ausnahmen. Betriebe müssen dann allen Mitarbeitern über 18 Jahren einen Stundenlohn von mindestens 8,84 Euro zahlen. Bisherige Tarifverträge, die unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, sind von da an nicht mehr zulässig. Bei einigen Branchen-Mindestlöhnen steht bereits eine Erhöhung zu Beginn des nächsten Jahres fest. Dazu zählt das Elektrohandwerk mit einem bundesweit einheitlichen Mindestlohn von 10,95 Euro. Im Maler- und Lackiererhandwerk sowie bei Leiharbeit/Zeitarbeit erfolgt eine Erhöhung des Branchen-Mindestlohns im Laufe des Jahres.

EU-Datenschutz-Grundverordnung

Zu den gesetzlichen Änderungen für Unternehmer zählt der einheitliche Datenschutz innerhalb Europas. Mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt ab dem 25. Mai 2018 in der ganzen EU ein Standard für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Dies kommt vor allem Privatpersonen zugute. Sie haben künftig das Recht, auf klare und leicht verständliche Weise zu erfahren, zu welchem Zweck ein Unternehmen persönliche Daten verarbeitet. Ohne deren Einwilligung dürfen nur noch für den Verwendungszweck dringend benötigte Daten gespeichert werden. Zudem soll es für Privatpersonen einfacher werden, ihre Daten beim verantwortlichen Unternehmen löschen zu lassen. Durch das Recht auf Vergessenwerden müssen die gespeicherten Angaben – auf Antrag des Betroffenen – unverzüglich gelöscht werden.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung nicht ersetzen. 

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