Entwicklung der Reallöhne positiv

Vor allem niedrige Löhne mit hohen Zuwächsen

12. Februar 2016

Die Entwicklung der Reallöhne ist erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2015 um 2,5 Prozent gestiegen. Dies ist der höchste Anstieg seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008.

Lohnsteigerungen ziehen Reallohnplus nach sich

Der Anstieg lässt sich vor allem auf die leicht überdurchschnittlichen Verdienststeigerungen zurückführen (+ 2,8 Prozent). Auch die moderate Entwicklung der Verbraucherpreise (nur + 0,3 Prozent) wirkte sich positiv auf die Reallöhne aus. Die Gehaltssteigerungen werden demnach nur zu einem Teil von der allgemeinen Teuerung aufgefressen. Gestiegene Reallöhne waren während der Nullerjahre nicht selbstverständlich. Es dauerte bis 2014, bis sie wieder das Niveau aus dem Jahr 2000 erreichten.

Rolle des Mindestlohns noch unklar

Ob auch der seit einem Jahr geltende gesetzliche Mindestlohn den Reallohnindex beeinflusst hat, lässt sich laut Statistischem Bundesamt auf Basis der vorliegenden Daten noch nicht beurteilen. Auffallend ist, dass vor allem Beschäftigte mit eher unterdurchschnittlichen Verdiensten hohe nominale Zuwächse aufweisen.

Beschäftigte im Niedriglohnsektor gewinnen

Im Jahr 2015 fiel der Anstieg des monatlichen Bruttoverdienstes bei den ungelernten Arbeitnehmern verglichen mit den übrigen Beschäftigtengruppen überdurchschnittlich hoch aus (+ 4,1 Prozent). Auch geringfügig Beschäftigte profitierten deutlich stärker als Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte vom nominalen Lohnzuwachs.

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