Anerkennung Berufsabschlüsse

Ausländische Fachkräfte leichter beschäftigen

20. Juli 2017

Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Durch die Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland können ausländische Fachkräfte ihren erlernten Beruf auch in Deutschland ausüben und so offene Stellen besetzen.

Anerkennungsprozess

Um Migranten als Fachkräfte beschäftigen zu können, muss die Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation belegt werden. Für die Anerkennung des Abschlusses ist der Titel auf dem ausländischen Zertifikat richtungsweisend. Im Prozess prüft die zuständige Anerkennungsstelle, ob die erlernten theoretischen und praktischen Inhalte gleichwertig mit denen einer deutschen Berufsausbildung sind. Dabei sind auch die absolvierten Unterrichtsstunden sowie Noten ausschlaggebend. Für die Bewertung müssen die Zeugnisse ins Deutsche übersetzt vorliegen. Wer die dafür anfallenden Kosten trägt, ist nicht geregelt.

Änderung des Berufes meist nicht möglich

Wird die Ausbildung nicht als vergleichbar anerkannt, ist sie auch nicht für einen anderen, niedriger bewerteten Beruf anzuerkennen. In diesem Fall erhalten ausländische Mitbürger die Möglichkeit, bestehende Unterschiede zwischen den länderspezifischen Berufsausbildungen auszugleichen. Zu diesen Maßnahmen zählen Betriebspraktika, Weiterbildungskurse und überbetriebliche Unterweisungen.

Anerkennung bei reglementierten Berufen

Für die Ausübung reglementierter Berufe ist in Deutschland die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen notwendig. Darunter fallen medizinische und juristische Berufe, Berufe im öffentlichen Dienst sowie einige zulassungspflichtige Handwerksberufe. Aber auch bei nicht reglementierten Berufen ist die formale Anerkennung des Berufsabschlusses hilfreich. Sie unterstützt vor allem Unternehmen bei der Personalsuche und Einstellung neuer Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ländern. Die Anerkennung von Berufsqualifikationen aus EU-Staaten wird durch besondere Abkommen erleichtert.

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